München – Die Weihnachts-Reisewelle erfasst Deutschland in diesem Jahr mit voller Wucht. Ab Freitag beginnen in allen Bundesländern die Ferien. Schon in den Nachmittagsstunden ist auf Bayerns Autobahnen daher mit hohem Verkehrsaufkommen und langen Wartezeiten zu rechnen, warnt der ADAC. Wer sich morgen auf den Weg zur Familie macht, sollte also in jedem Fall Geduld einpacken. Auch am Samstag ist mit viel Verkehr, aber wohl etwas kürzeren Staus zu rechnen. Der ADAC prognostiziert weniger Heimreiseverkehr, geht aber davon aus, dass mehr Wintersporturlauber auf den Straßen sein werden. Einige werden den Samstag sicher auch für die letzten Weihnachtseinkäufe nutzen.
Die staade Zeit beginnt auf den Autobahnen erst am Sonntag. Heiligabend ist auf Bayerns Straßen kaum etwas los – und das wird voraussichtlich auch an den beiden Weihnachtsfeiertagen so bleiben. Zäh fließender Rückreiseverkehr droht erst am Dienstagnachmittag, wenn sich viele wieder auf den Heimweg machen.
Die längsten Staus erwartet der ADAC auf folgenden Strecken: A 3 Frankfurt – Nürnberg – Passau, A 6 Heilbronn – Nürnberg, A 7 Würzburg – Füssen, A 8 Stuttgart – München – Salzburg, A 9 München – Nürnberg – Halle, A 92 München – Deggendorf, A 93 Inntaldreieck – Kufstein, A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen, A 96 München – Lindau und A 99 Umfahrung München. Eine detaillierte Stauprognose mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit veröffentlicht der ADAC außerdem im Internet unter www.maps.adac.de.
Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen an den Weihnachtsfeiertagen von 0 bis 22 Uhr nicht fahren. Auch andere europäische Länder verbannen die schweren Brummis an den Feiertagen von den Autobahnen. Dafür könnte es durch Grenzkontrollen bei der Einreise von Österreich nach Deutschland zu zusätzlichen Staus und Wartezeiten kommen. Am stärksten betroffen sind laut ADAC die drei Autobahnübergänge Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim). An den Grenzen von Österreich zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei sowie an den Übergängen zwischen Kroatien und Slowenien sind ebenfalls Verzögerungen möglich.
Autofahrern, die in den kommenden Tagen in die Berge wollen, rät der ADAC, sich vor Fahrtantritt unbedingt über die aktuelle Lage zu erkundigen. Auch offene Pässe könnten jederzeit geschlossen werden. mm