Mit dem Feuerwehrauto in die Kirche

von Redaktion

Ungewöhnliche Löschaktion in Regensburg: Einsatzkräfte müssen mit 16-Tonnen-Fahrzeug vor den Altar fahren

Regensburg – Ein Bild, das sich nicht alle Tage bietet: Zum Bekämpfen eines Brandes ist die Feuerwehr am Neujahrsabend mit einem Löschfahrzeug in eine Regensburger Kirche gefahren. Dadurch konnten die Einsatzkräfte den Schwelbrand in der rund zwölf Meter hohen Holzdecke des Gotteshauses löschen und das Kirchendach retten, wie Einsatzleiter Johannes Buchhauser am Montagabend mitteilte. Ein Feuerwehrmann habe das Fahrzeug einige Meter vor dem Kirchenaltar geparkt. Dann seien Einsatzkräfte mit der Drehleiter nach oben gefahren und hätten das Feuer von unten gelöscht.

Andere Feuerwehrleute schnitten demnach – mit Gurten und Seilen gegen einen Absturz gesichert – das Blechdach in mehr als 15 Meter Höhe von außen auf und bekämpften das Feuer von dort. Nach rund drei Stunden sei der Brand unter Kontrolle gewesen. Brandursache war Buchhauser zufolge ein technischer Defekt.

Zu der ungewöhnlichen Löschstrategie in der Kirche sagte der Einsatzleiter: Es sei Zentimeterarbeit gewesen, das 2,50 Meter breite und 16 Tonnen schwere Gefährt mit eingeklappten Spiegeln rückwärts in das Gebäude zu fahren. „Links und rechts waren je zwei bis drei Zentimeter Platz. Es war großes Glück, dass der Eingang groß genug war.“ Es hätte zu lange gedauert, auf eine Hebebühne zu warten. So einen Einsatz habe er noch nicht erlebt, so Buchhauser. Ein erfahrener Lkw-Fahrer hat die Herausforderung erfolgreich bewältigt, die Kirche wurde durch den Laster nicht beschädigt.  lby/epd

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