Den Flughäfen Nürnberg und Memmingen hat das Jahr 2017 Passagierrekorde beschert. Der Nürnberger Albrecht-Dürer-Airport meldete ein Plus von 700 000 Fluggästen auf 4,2 Millionen. Damit wurde die Marke von vier Millionen erstmals seit 2010 wieder deutlich überschritten. 1,2 Millionen Passagiere zählte der Allgäu-Airport Memmingen – mehr als je zuvor. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Prozent gestiegen. Auch der Flughafen München rechnet mit einem Passagierrekord. lby
Auf der Suche nach Geld hat ein Unbekannter zwei Opferstöcke in Schwaben zerstört. Der Täter hebelte in Ziemetshausen (Kreis Günzburg) ein Kirchenfenster auf und drang in die Sakristei ein. Er brach den Opferstock in der Kirche und einen weiteren in der nahegelegenen Mariengrotte auf, ging dabei aber leer aus. Denn die Kästen, in denen die Spenden aufbewahrt werden, werden jeden Abend geleert. Der Unbekannte erbeutete aber mehrere sakrale Gegenstände, die auf einem Autobahnparkplatz der A 7 wieder auftauchten. lby
Mehr als die Hälfte der ausländischen Ärzte, die in Bayern neu arbeiten wollen, spricht dafür nicht gut genug Deutsch. Im vergangenen Jahr haben von insgesamt 510 Prüfungsteilnehmern aus dem nicht deutschsprachigen Ausland 52 Prozent den Sprachtest nicht bestanden, berichtete die Landesärztekammer. Vor allem die medizinische Fachsprache sei ein Problem für Zuwanderer, sagte der Ärztekammer-Präsident Max Kaplan. Viele hätten Schwierigkeiten, ihren Befund so zu formulieren, dass andere Mediziner ihn richtig verstehen. In Bayern arbeiten rund 7700 Ärzte, die keinen deutschen Pass haben. lby
Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Milorad Obradovic (51) ist in München festgenommen worden und wird an Bosnien-Herzegowina ausgeliefert. Ihm wird vorgeworfen, im Bürgerkrieg im Juli 1992 drei Menschen erschossen zu haben, teilte die bosnische Staatsanwaltschaft mit. Daneben soll er an der Verhaftung von etwa 120 Muslimen beteiligt gewesen sein, die ebenfalls umgebracht wurden. Das Auslieferungsverfahren habe bereits begonnen. lby
Wegen Amtsanmaßung ermittelt die Polizei im mittelfränkischen Zirndorf gegen zwei Unbekannte, die als vermeintliche Zivilbeamte eine Autofahrerin kontrolliert haben. Die falschen Polizisten stoppten mit einem dunklen Wagen das Auto der 53-jährigen Fahrerin. Dabei nutzten sie laut Zeugen einen Signalbalken auf dem Dach ihres Autos, der der der Autofahrerin in roter Dauerleuchtschrift ein Stoppsignal gab. Einer der Männer wies sich mit einem Scheckkartenausweis als Polizist aus. afp