Es hat auch Vorteile, dass der Winter heuer nicht so kalt ist: Der See ist nicht zugefroren. So können wir morgens nach Herzenslust baden und dabei gemütlich schnattern. Das gefällt nicht jedem. „Was für ein Lärm“, faucht Schorsch, der Schwan. Aber auch, wenn wir Enten mal den Schnabel halten – was zugegebenermaßen nicht allzu oft vorkommt –, sind wir nicht besonders leise. Vor allem, wenn wir vom Wasser aus abheben, wird es laut. Allerdings klingt das bei Schorsch noch lauter. Er ist schließlich auch ziemlich schwer. Wenn er abheben will, dann braucht er einen langen Anlaufweg – so etwa 50 Meter. Darum ist Schorsch auch nie auf kleinen Teichen zu sehen. Nur wir Enten können dort landen und wieder abheben. „Da könnt ihr froh sein“, fauchte Schorsch. „Nicht alle Enten können das.“ Da hat er Recht: Wusstet ihr zum Beispiel, dass es Enten gibt, die zwar nicht fliegen können, dafür aber so geräuschvoll schwimmen, dass ihr Menschen sie nach Schiffen benannt habt? Sie werden Dampfschiffenten genannt – und das ist kein Witz! Die meisten dieser Enten, die übrigens in Südamerika leben, können nicht fliegen, weil ihre Flügel zu klein sind. Unnütz sind diese aber nicht. Beim Schwimmen nehmen sie ihre Flügel zu Hilfe und rudern damit. Das ist laut – und so sind die Enten auch zu ihrem Namen gekommen. Eure Paula