Erding – Die Schüsse mit einer Spielzeugpistole auf den thailändischen König bleiben für zwei Buben aus Erding-Bergham ohne Folgen. Die Ermittlungen gegen den Älteren der beiden wegen Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung seien eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Landshut am Mittwoch. Der Junge war zur Tatzeit am 10. Juni vergangenen Jahres 14 Jahre alt. Sein ein Jahr jüngerer Freund war noch strafunmündig.
König Vajiralongkorn war damals abends auf einem Fahrrad mit Gefolge in Erding unterwegs. Die beiden Freunde hantierten in einem Garten mit einer Spielzeugpistole. Als der 64 Jahre alte Monarch an dem Grundstück vorbeifuhr, schossen die Buben auf die Radlergruppe. Später passierte der König die Stelle auch noch mit dem Auto, Kugeln trafen den Wagen. Verletzt wurde niemand. Dennoch meldete das Personal des Königs den Vorfall der Polizei, die die Ermittlungen aufnahm.
Ein Gutachten des Landeskriminalamtes habe ergeben, dass die Abschussenergie der Spielzeugwaffe im untersten Bereich gelegen habe und somit kein Verletzungsvorsatz gegeben sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Buben hätten damals ausgesagt, gewettet zu haben, wer zuerst jemanden trifft. Sie hätten niemanden verletzen wollen. Dass sie eine Gruppe des thailändischen Königs trafen, war wohl Zufall.
Vajiralongkorn hatte sich damals gnädig gezeigt. Er verzichtet auf eine Anzeige gegen die beiden Burschen, die ihn beim Radeln durch Erding mit einer erlaubnisfreien Softair-Waffe beschossen hatten. mm/lby