Seit dem Jahr 1180 war Bayern von den Wittelsbachern regiert worden – damals hatte Kaiser Barbarossa das Herzogtum Bayern einem seiner Gefolgsleute, dem Grafen Otto, übergeben. Mit der Revolution endete die Herrschaft des Adelsgeschlechts.
7. November 1918: Der Sozialist Kurt Eisner erklärt König Ludwig III. für abgesetzt und ruft den Freistaat Bayern aus.
12. Januar 1919: Die Landtagswahl gewinnt die katholische Bayerische Volkspartei (BVP) mit 35 Prozent vor der SPD (33 Prozent). Die linkssozialistische USPD erhält nur 2,5 Prozent der Stimmen.
21. Februar 1919: Eisner wird durch Graf Arco ermordet.
4. April 1919: Ausrufung der ersten Räterepublik.
13. April 1919: Zweite Räterepublik.
15. September 1919: Inkrafttreten der bayerischen Verfassung („Bamberger Verfassung“).
13. März 1920: Putschversuch („Kapp-Putsch“) gegen die Reichsregierung in Berlin scheitert. In München wird der konservativ-monarchistische Gustav von Kahr Ministerpräsident.
8. November 1923: Der Putschversuch Hitlers und des Ex-Generals Ludendorff wird von der Landespolizei an der Feldherrnhalle niedergeschlagen.
24. April 1932: Bei der Landtagswahl bleibt die BVP stärkste Partei, knapp vor der NSDAP. Heinrich Held (BVP) bleibt Ministerpräsident.
30. Januar 1933: NS-Machtübernahme in Berlin.
9. März 1933: Die Landesregierung wird abgesetzt, Franz Ritter von Epp übernimmt als Reichskommissar von Bayern die Amtsgeschäfte.
20. März 1933: In Dachau werden die ersten politischen Gefangenen in das neu errichtete Konzentrationslager eingeliefert.
15. September 1935: Erlass der antisemitischen „Nürnberger Gesetze“.
9. November 1938: Pogrome gegen Juden, auch in zahlreichen bayerischen Städten.
22. Februar 1943: Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ werden hingerichtet.
29. April 1945: Besetzung Münchens durch die 7. US-Armee.
28. Mai 1945: Ernennung von Fritz Schäffer (CSU) durch die US-Militärregierung zum Ministerpräsidenten. Ab September: Wilhelm Hoegner (SPD).