München – Blaue Berge, spiegelnde Seen, prachtvolle Libellen, getarnte Schlangen: Dass die bayerische Natur- und Tierwelt faszinierende Motive hergibt, ist bekannt. Dass schon Zehnjährige das Auge für die richtige Perspektive und professionelle Fotos haben können, dürfte nicht jedem klar sein. Im Minutentakt betraten Kamera-Talente die Bühne bei der Siegerehrung des Fotowettbewerbs „Natur im Fokus“, die gestern im Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg stattfand.
Unter dem Motto „Geh doch mal raus!“ waren Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren aufgefordert, ihre besten Naturfotos einzusenden. 850 Teilnehmer aus ganz Bayern reichten über 2000 Bilder ein, 20 wurden in München feierlich prämiert. Den Wettbewerb des Museums Mensch und Natur gibt es seit 2007, seit 2010 beteiligen sich Kultus- und das Umweltministerium. Die Gewinner bestimmte eine neunköpfige Jury, bestehend unter anderem aus Naturfotografen sowie Vertretern von Museum, Ministerien und dem bayerischen Sparkassenverband.
Die in verschiedenen Altersklassen und Kategorien Ausgezeichneten dürfen sich auf ein Wochenende mit dem Profi-Naturfotografen Florian Möllers freuen. Zur Preisverleihung, die Museumsleiter Michael Apel moderierte, kamen über 100 Besucher – vor allem die Familien der Teilnehmer. Übergabe und Gratulation übernahm Umweltministerin Ulrike Scharf: „Die Natur steht enorm unter Druck“, betonte sie. Den Verlust von Arten und Lebensräumen betrachte sie mit Sorge. Das Ministerium steuere mit über 100 Arten-Hilfsprogrammen gegen. An die jungen Preisträger richtete Scharf: „Eure Bilder motivieren für den Schutz der Natur.“
Lobende Worte fand auch Gerhard Haszprunar, Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns. Er fand gut, „dass das kein Heile-Welt-Fotowettbewerb ist“. Einige Bilder setzten sich kritisch mit der Natur auseinander.
Die Fotografien
sind bis 25. Februar im Museum Mensch und Natur am Schloss Nymphenburg zu sehen