Verabredung zu Raub und Mord

von Redaktion

Prozessbeginn gegen 51-Jährigen: Er soll brutalen Überfall geplant haben

Deggendorf – Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein 51-Jähriger soll geplant haben, ein älteres Ehepaar in Landshut zu überfallen, auszurauben und anschließend das Haus anzuzünden, um Spuren zu vernichten. Vor dem Landgericht Deggendorf sagte er am Montag aus, ein Freund sei die treibende Kraft gewesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen Verabredung zum Mord, zum schweren Raub mit Todesfolge und zur besonders schweren Brandstiftung vor.

Laut Anklage soll der gebürtige Chemnitzer vor knapp einem Jahr von einem ehemaligen Gefängnismitinsassen den Hinweis auf das Haus des Ehepaares in Landshut als lohnenswertes Einbruchsobjekt bekommen haben. Auch der 27-jährige Informant ist angeklagt. Ihm wird das Nichtanzeigen geplanter Straftaten zur Last gelegt. Vor Gericht sagte er allerdings aus, von der Planung des Überfalls nichts gewusst zu haben.

Auch der 51-Jährige versuchte, die Hauptschuld auf einen 45-jährigen Freund zu schieben. Der wiederum war als Zeuge geladen und behauptete, der 51-Jährige hätte gesagt: „Da steigen wir ein.“ Er habe bei dem Raub nie mitmachen wollen. Die beiden Männer kennen sich aus der JVA Landshut, wo sie zwei Jahre einsaßen. Beide haben ein Alkoholproblem und gaben an, bei dem Gespräch „gscheit besoffen“ gewesen zu sein. Einige Tage später meldete sich der 45-Jährige auf Anraten seiner Freundin bei der Polizei und berichtete von dem Plan. Deshalb kam es nie zu dem Überfall. Der Prozess wird Anfang März fortgesetzt.  lby

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