Bloß gut, dass die Biberin Frau Dr. Raspelzahn so eine sichere Burg hat. Trotzdem ist sie froh, dass die Zeiten vorbei sind, in denen der Biber von findigen Menschen zum Fisch erklärt wurde – und von da an als beliebte Speise in der Fastenzeit galt. Denn Fleisch war an Fastentagen verboten. Dabei war das Leben im Mittelalter so schwer genug. So reich gedeckt wie bei uns heute war der Tisch bei wenigen. „Bei den Rittern war das sicher anders“, brummte Waschbär Waldemar. „Zu einem Festmahl in einer Burg würde ich nicht Nein brummen.“ Das hatte Waldkauz Ulrich gehört und schüttelte den Kopf. „Das mit den vielen Festen, die angeblich ständig auf Burgen gefeiert wurden, ist Käse“, krächzte er. „Klar wurde da auch mal gefeiert. Aber nicht in der Fastenzeit und nicht mit solchen Fleischbergen, wie viele meinen.“ Kühe und Hühner waren viel zu wertvoll. Für die meisten Menschen, die auf einer Burg wohnten, war das Leben hart. Zumal dort ja nicht nur der Burgherr und seine Familie allein lebten. Die hatten oft viele Bedienstete. Der Burgherr und seine Familie hatten es noch recht gemütlich. Sie wohnten in einem Teil der Burg, den man „Palas“ nennt. Darin gab es einen Schlafraum mit Kamin, der „Kemenate“ genannt wurde. Dort konnte man zumindest Feuer machen, so war es halbwegs warm. Sonst war es im Winter auf einer Burg aber oft zugig und eisig kalt. Eure Paula