von Redaktion

Bei uns am See haben es die Vögel gut: Da gibt es sogar ein Futterhäuschen. Neulich war da eine kleine schwarz-weiße Meise zu Gast. Sie sah ein wenig wie eine Kohlmeise aus, da sie einen schwarzen Oberkopf hatte. Sie war aber nur so groß wie eine Blaumeise, gerade mal zehn Zentimeter lang. „Ich bin Antonia“, zwitscherte sie mir zu. Sie verriet mir auch, dass sie eine Tannenmeise ist. Sie und ihre Artgenossen leben überall in Europa, erklärte sie mir. „Nur nicht in Island, da ist es zu kalt“, zwitscherte sie. „Aber obwohl wir fast überall sind, glauben viele Zweibeiner, sie würden uns nicht kennen.“ Das liegt daran, dass Tannenmeisen oft oben in den Kronen der Nadelbäume sitzen. Darum bekommt sie kaum ein Zweibeiner zu Gesicht. „Wer aber durch die Wälder spaziert, der hat uns sicher schon gehört“, zwitscherte Antonia. Dann stimmte sie ein lautes und fröhliches Lied an. Es klang so: Wize, wize, wize, zewih, zewih, zewih, si si si! Tatsächlich, diesen Gesang hatte ich bestimmt tausendmal gehört. Doch bisher hatte ich nicht gewusst, wer das schöne Lied singt. Danach verabschiedete sich die kleine Meise. „Ich will zusammen mit meinem Mann nach einem Platz für ein Nest suchen“, zwitscherte sie. Bis zur Brutzeit sei zwar noch Zeit. „Aber wir wollen früh dran sein“, zwitscherte Antonia. Schon war sie weg. Doch den ganzen Tag hörte ich ihren Gesang. Eure Paula

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