von Redaktion

Wir Vögel halten selten den Schnabel. Viele singen sogar schon in aller Herrgottsfrühe, was bei euch Menschen oft nicht so gut ankommt. Vor allem, wenn ihr am Sonntag mal ausschlafen wollt. „Aber wir singen auch nicht, um die Zweibeiner zu unterhalten“, zwitscherte ein Amselmann. „Am meisten lege ich mich ins Zeug, wenn ich eine Amseldame um den Flügel wickeln will.“ Aber auch sonst zwitschert er gern über dies und das. „Vielleicht sollten die Menschen das auch mal machen und ihr Handy stattdessen in der Tasche lassen“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Es gibt Zweibeiner, die genau das tun!“, schnatterte da unsere Freundin Agnes. Bereits lange bevor Handys erfunden wurden, haben Menschen am Schwarzen Meer in der Türkei eine Art Pfeifsprache benutzt. „Damit kann man sich über weite Entfernungen unterhalten.“ In der Gegend war das sehr praktisch, denn zwischen Berghängen, Tal und Fluss ist es nicht so leicht, mal eben schnell zu anderen zu gehen, um mit ihnen zu sprechen. Vor etwa 500 Jahren hatten die Zweibeiner darum die Idee, sich ihre Nachrichten einfach zuzupfeifen. Dabei wird jede Silbe eines türkischen Wortes gepfiffen statt gesprochen. Diese Sprache nutzen die Menschen in der Gegend bis heute, obwohl es Handys gibt. „Aber pfeifen kann man eben auch, wenn der Akku leer ist oder man in einem Funkloch steht“, quakte Agnes. Eure Paula

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