Alarmstufe: Dunkelrot gilt in diesem Jahr bundesweit bei der Grippe. Auch Bayern bleibt davon nicht verschont, wie die obige Grafik eindrucksvoll zeigt. Die Influenza-Aktivität hat in der vergangenen Woche noch einmal kräftig zugelegt und wird vom Berliner Robert-Koch-Institut nun fast flächendeckend als „stark erhöht“ eingeschätzt. Patientenschützer werfen derweil Krankenkassen und Behörden Versagen bei der aktuellen Grippewelle vor. Bereits im November 2017 habe die ständige Impfkommission die sogenannte Vierfachimpfung gegen Grippe empfohlen, erklärte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Viele Kassen zahlten weiterhin nur für den halb so teuren Dreifachwirkstoff. Diesem fehle ein entscheidender Influenzastamm, der für zahlreiche, teils schwere Erkrankungen verantwortlich sei. Eine Entscheidung, ob sich das wenigstens für Risikopatienten ändert, werde erst im April erwartet. afp/mm