Erding – Eltern protestieren scharf gegen die angekündigte Schließung einer Kindergartengruppe im Kinderhaus der Arbeiterwohlfahrt in Altenerding. Wie berichtet, sollen 17 Familien wegen akuten Mangels an Erzieherinnen die Betreuungsverträge gekündigt werden. Der Elternbeirat kritisiert das. „Unser Ziel ist es, die Schließung der Gruppe abzuwenden“, sagt Vorsitzender Christoph Lotter. Er schlägt sogar vor, notfalls zu fragen, ob es Eltern und Großeltern gibt, die bei entsprechender Ausbildung einspringen könnten. Auch Zeitarbeitsfirmen sollten kontaktiert werden. AWO-Kreischef Fritz Steinberger kann den Ärger nachvollziehen, steht jedoch zur Entscheidung: „Das Landratsamt und die Regierung von Oberbayern prüfen sehr genau, ob die Betreuungsschlüssel exakt eingehalten werden. Können wir das nicht, riskieren wir sofort Zuschüsse und sogar die Betriebserlaubnis.“ Die Kreisbehörde sei unflexibel. Personal sei nun einmal nicht vorhanden – obwohl man für 15 000 Euro Anzeigen geschaltet habe und sogar Hilfe bei Wohnungssuche angeboten hätte.
Die Stadt Erding sucht derweil Ersatzplätze für die 17 Kinder. Es sehe gut aus, sagte OB Max Gotz. Doch müssten die Kinder dann in andere Kindergärten wechseln. ham