Flugzeug muss umkehren

von Redaktion

Frust bei Mallorca-Touristen: Sie müssen einen Tag am Flughafen München verbringen

München – Einen Schreckmoment in mehreren tausend Metern Höhe erlebten am Samstag rund 200 Passagiere einer TUI-Fly-Maschine. Ihr Flugzeug war gerade am Flughafen München in Richtung Palma de Mallorca gestartet, als sich der Pilot meldete: Sie müssten leider wieder umkehren. Die vorne sitzenden Passagiere hätten sicher schon gemerkt, dass es „kälter und lauter“ werde – eine Türe schließe nicht richtig. Mit mulmigem Gefühl landeten die Fluggäste wieder in München – und mussten viele, viele Stunden warten.

Markus Raven (42), Küchenchef aus München, war mit seiner Freundin an Bord der Boeing 737. „Wir freuten uns auf sechs Tage Urlaub.“ Als Raven die Durchsage des Piloten hört, ist er sprachlos: „Ich dachte, wie können die mit einer kaputten Tür losfliegen? Dennoch: Er und die Mitreisenden verstehen, dass der Pilot auf technische Probleme reagieren muss. Die Stimmung ist noch gefasst.

Doch nach der Landung beginnt der Frust. „Zuerst heißt es, gleich geht’s weiter“, erzählt Raven: „Wir sollten an Bord bleiben, es müsse nur etwas gecheckt werden. Dann mussten wir doch aussteigen.“ Die Passagiere werden zurück zum Terminal gefahren. „Ab da ist ewig nichts mehr passiert.“ Auf der Anzeigetafel steht, dass der Flug offenbar auf 9.50 Uhr verlegt wurde. Um 9.40 Uhr die Durchsage: Die Techniker arbeiteten immer noch. Um 11 Uhr die nächste Info: Es verzögert sich weiter. Nun macht sich bei vielen Wartenden Panik breit: Einige müssen bis 22 Uhr ihr Kreuzfahrtschiff Aida erreichen. Erst nach zwölf Uhr gibt es Gewissheit: Abends um 21.50 Uhr geht der Flug. Die Aida-Passagiere dürfen früher fliegen. Nachts um 0.30 Uhr schließlich landet Markus Raven in Palma. Er hat einen Urlaubstag verloren. „Was mich am meisten ärgert, sind die fehlenden Informationen am Flughafen.“

TUI-Fly war gestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der Flughafen bestätigte die Verspätung des Fluges um fast 16 Stunden. Dass ein Flugzeug wegen technischer Probleme umkehren müsse, sei „selten, komme aber immer wieder einmal vor“.  ast

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