von Redaktion

Als wir Enten gestern im See gründelten, zischte plötzlich ein Hecht zwischen den Wasserpflanzen hervor. Ich bin erschrocken. Denn für einen Moment fürchtete ich, er würde nach uns schnappen. Und erst jetzt bemerkte ich, dass ihm ein Zweiter folgte. Hechte sind Raubfische. Dank ihrer grüngoldenen Flecken und den breiten Querstreifen sind sie gut getarnt, wenn sie zwischen Wasserpflanzen lauern. Kommt ein kleinerer Fisch vorbei, schnappen sie zu. Jetzt aber hatten die Hechte keine Zeit zum Jagen. Die beiden schwammen dort im seichten Wasser herum, wo besonders viel Grünzeug wächst. Der eine Hecht war offenbar eine Fischfrau. Denn wir konnten sehen, wie sie Unmengen von Eiern ausstieß. Da schwamm der Hechtmann herbei und an der Stelle der Eier trübte bald eine weißliche Flüssigkeit das Wasser. „So feiern Hechte Hochzeit“, quakte meine Freundin Agnes. „Bald wird es hier viele kleine Hechte geben.“ Klara bekam Angst, als sie auf die vielen Eier starrte, die nun an Wasserpflanzen hingen. Eine Hechtfrau kann fast eine Million Eier im Körper tragen. „Die vielen Hechte werden den ganzen See leer fressen“, quakte sie. „Aber die wenigsten werden groß“, schnattere Agnes. „Die meisten werden als Ei, Larve oder Jungfisch gefressen.“ Nicht einmal vor Hechten sind die Kleinen sicher – die verspeisen sogar Hechtkinder. Eure Paula

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