Karlsfeld – Die Berichte über ungerechtfertigtes Vorgehen von S-Bahn-Kontrolleuren häufen sich. Im jüngsten Fall war die 35-jährige Claudia Englmann aus Karlsfeld (Kreis Dachau) die Leidtragende. Sie war in der S-Bahn kurz vor dem Bahnhof Karlsfeld kontrolliert worden. Als die Bahn hielt, lief die Kontrolle noch. „Weil mich der Kontrolleur aufhielt, konnte ich nicht aussteigen“, berichtet die 35-Jährige. Notgedrungen musste sie eine Station weiter bis Dachau fahren – da die Gültigkeit ihrer Isarcard nur bis Karlsfeld reicht, war sie jetzt „Schwarzfahrerin“. Prompt stellte ihr der Kontrolleur eine Zahlungsaufforderung über 60 Euro aus. Eine Beschwerde bei der Fahrpreisnacherhebungsstelle hatte zunächst keinen Erfolg – erst als sie über die „tz“ bei der Bahn nachhakte, wendete sich das Blatt. Ein Bahnsprecher sprach nun von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“ – das Unternehmen erließ ihr die Strafe. ast