13-Jähriger geht mit Schlägen und Tritten auf Mitschüler los

von Redaktion

Mammendorf – In der Mittelschule in Mammendorf (Kreis Fürstenfeldbruck) ist am Dienstag ein Streit zwischen Schülern eskaliert. Ein Sechstklässler ist so brutal auf einen Mitschüler losgegangen, dass der Zwölfjährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen werden musste. Der 13-Jährige hatte ihn mit Tritten und Schlägen gegen Brust und Kopf traktiert.

Zu dem brutalen Angriff war es in der Pause vor dem Sportunterricht gekommen. Eine Nichtigkeit hatte den Streit verursacht, wie die Schulleiterin Claudia Bülau berichtet. „Ein Schüler ist extrem ausgerastet.“ Selbst als der Zwölfjährige bereits am Boden lag, soll der Angreifer noch weiter auf ihn eingeschlagen und -getreten haben. Der verletzte Zwölfjährige wurde ins Schwabinger Krankenhaus geflogen. Dort stellte sich heraus, dass die Verletzungen nicht so gravierend waren wie zunächst gedacht.

An der Mittelschule herrscht Fassungslosigkeit über die brutale Attacke. Für Polizei und Schulleitung geht es nun um die Aufarbeitung. Der Jugendsachbearbeiter wird die Ermittlungen übernehmen, kündigte der Polizeiinspektionsleiter Michael Fischer an. Er werde das Gespräch mit Schulleitung, Schülern und Eltern suchen. Nach so einem Vorfall könne man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, betonte Fischer.

Nächste Woche soll ein Disziplinarausschuss tagen. Lehrer, Schulleitung, Eltern, Jugendsozialarbeiter und ein Vertreter des Jugendamts sollen den Vorfall aufklären und über das weitere Vorgehen beraten. Zudem sei ein runder Tisch geplant, bei dem über den weiteren Umgang mit dem 13-jährigen Täter beraten wird. Tobias Gehre

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