Erschütterung über brutalen Überfall

von Redaktion

Hallbergmoos: Bürger verunsichert – Polizei: Sicherheitslage ist gut – Bürgermeister stellt sich vor Jugendwerk

Hallbergmoos – „Solche Nachrichten machen mir Angst.“ Eine 43-jährige Mutter zweier Kinder aus Hallbergmoos (Kreis Freising) zeigte sich gestern erschüttert über den schweren Überfall, bei dem drei junge Bewohner des Jugendwerks am Montagabend ein Rentnerehepaar in seiner Wohnung attackiert hatten (wir berichteten). Die drei Täter, 13, 17 und 21 Jahre alt und allesamt deutsche Staatsbürger, hatten das Ehepaar maskiert überfallen, mit einem Messer und einem Schraubenzieher bedroht und ausgeraubt.

Die 43-jährige Mutter fürchtet um die Sicherheit ihrer Familie. „Es ist nachvollziehbar, dass so ein schreckliches Verbrechen die Bevölkerung beunruhigt“, sagt Hans-Peter Kammerer, Chef der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Doch man solle sich nicht verunsichern lassen: „Die Sicherheitslage in Hallbergmoos ist gut.“ Das schnelle Eingreifen der Beamten – die Täter wurden noch am selben Abend gefasst – zeige, dass die Polizei vor Ort sehr präsent sei.

Nicht nur bei den Verantwortlichen des Jugendwerks Birkeneck, sondern auch bei den dort lebenden Jugendlichen ist die Bestürzung über den Überfall groß. Es falle auf alle zurück, „wenn drei von 120 eine solche Tat begehen“, sagt Heimleiter Otto Schittler. An einen solchen Vorfall mit Birkenecker Jugendlichen kann er sich nicht erinnern. Man wolle den Opfern nun Hilfe anbieten. Die beiden älteren Täter befanden sich in der Ausbildung im Jugendwerk, der 13-Jährige besuchte die Schule. Seit dem Aufenthalt in Birkeneck seien der 17- und der 21-Jährige unauffällig gewesen, alle drei seien weniger als ein Jahr in der Einrichtung. Volle Rückendeckung für Birkeneck gibt es von Bürgermeister Harald Reents. Man sei froh, dass es die Jugendeinrichtung gebe. Sie trage dazu bei, Gewaltverbrechen zu verhindern.  ev/ws

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