Nürnberg – Die Integrationsminister der 16 Bundesländer wollen bei einer Tagung in Nürnberg unter anderem über den umstrittenen Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus beraten. Bei der heute beginnenden zweitägigen Konferenz stehen noch andere Themen mit Konfliktpotenzial auf der Tagesordnung – etwa die Öffnung der vom Bund finanzierten Sprachkurse für Menschen mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit und die Qualität der Integrationskurse.
Nach dpa-Informationen wollen vier SPD-geführte Länder eine Ausweitung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Minderjährige erreichen. Sie sollen ihre Eltern oder Geschwister leichter nach Deutschland nachholen können. Das Gastgeberland Bayern ist strikt dagegen. Der Familiennachzug für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus ist derzeit noch bis Ende Juli ausgesetzt. Danach soll einer begrenzten Zahl von bis zu 1000 Familienangehörigen pro Monat der Nachzug erlaubt werden. lby