von Redaktion

Vor einer Woche waren wir Enten in der Stadt. Da war es noch recht warm. Klara, Agnes und ich watschelten auf einer Wiese in einem Park herum. Plötzlich trat Klara in ein Loch. Wild flatternd befreite sich daraus. „Warum graben die Menschen Löcher in den Boden?“, schnatterte sie empört. Da bemerkte sie zwei lange Ohren, die vorsichtig aus dem Loch herauslugten. Dann sahen wir zwei große Knopfaugen. Einen Moment später hopste ein Kaninchen heraus. „Dieses Loch habe ich gegraben. Kein Mensch hat mir geholfen“, mümmelte es uns zu. „Im Gegenteil: Die Zweibeiner ärgern sich noch mehr als ihr, dass wir Kaninchen so fleißig sind. Ach ja, ich habe mich gar nicht vorgestellt: Ich bin Maximilian.“ Wir Enten kamen gar nicht zum Schnattern, denn das Kaninchen plapperte schon weiter. „Mein Name bedeutet ,der Große‘“, mümmelt es. „Das passt gut, finde ich. Ich bin zwar klein, aber ich werde oft unterschätzt.“ Es gebe allerdings auch Zweibeiner, die behaupten, Kaninchen würden durch ihr Gebuddel sogar Häuser instabil werden lassen. Das Gras auf der Wiese war saftig grün, aber kurz. „Wir Kaninchen sind hier die Landschaftsgärtner“, mümmelte Maximilian. „Nicht die Menschen. Wo wir leben, blühen viele bunte Blumen. Wie diese Leberblümchen hier. Die Zweibeiner sollen sich also nicht so haben und über die Löcher jammern, die wir buddeln.“ Eure Paula

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