10 Jahre Roland berger Stiftung

Geschenktes Selbstvertrauen

von Redaktion

München – Vor zehn Jahren hat ein Unternehmensberater aus München entschieden, dass er benachteiligte Kinder und Jugendliche mit seinem Privatvermögen unterstützen und fördern möchte. 1000 junge Menschen haben seitdem ein Stipendium bekommen, 300 von ihnen haben inzwischen ein sehr gutes Abitur gemacht. Der Mann, der sie auf dem Weg dorthin begleitet hat, heißt Roland Berger. Und seine gleichnamige Stiftung ist zehn Jahre nach ihrer Gründung noch kein bisschen überflüssig geworden.

Noch immer geht es um Chancengleichheit. Darum, Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen dabei zu helfen, ihre Stärken zu erkennen und das Beste daraus zu machen. Die Stipendiaten werden mit Seminaren und Mentoren dabei unterstützt, ihren Weg zu finden und zu gehen. „Der Schlüssel dafür ist individuelle Förderung“, betont Berger. Ein Beispiel dafür, was die bewirken kann, sitzt neben ihm: Olivia Schmitt-Walter. Die 27-Jährige war einer der ersten Stipendiatinnen. Heute hat sie ein Abi mit Note 1,5 in der Tasche, hat studiert und ihren Master in Umweltethik gemacht. „Der Stiftung verdanke ich mein Selbstvertrauen“, sagt sie. „Sie war entscheidend dafür, wo und wie ich heute bin.“

Neben ihr sitzt ein Mann, der der Roland Berger Stiftung noch mehr verdankt – vielleicht sogar sein Leben. Mazen Darwish ist syrischer Journalist und Menschenrechtsaktivist. Er kämpfte für die Meinungsfreiheit in Syrien. Die Stiftung hat sein Engagement mit ihrem Preis für Menschenwürde unterstützt – und ihm geholfen, nach Deutschland zu fliehen. Seitdem kämpft er von hier aus weiter für die Menschen in Syrien. Mit Unterstützung von Roland Berger. Er sagt: „Ich habe nicht nur einen Preis bekommen – die Stiftung ist für mich eine Familie.“  kwo

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