von Redaktion

Gestern standen wir Enten am See zusammen. Weil es so kühl war, fielen meiner Freundin Agnes die Schneehasen wieder ein. Die hatten wir kürzlich bei einem Ausflug ins Gebirge getroffen. Diese Hasen sind perfekt an das Leben in der Höhe angepasst. Weil dort im Winter viel Schnee liegt, wechseln sie die Fellfarbe. Sie bekommen dann einen weißen Pelz. Als wir mit den Hasen schnatterten, waren die ständig am Kauen. „Warum mümmelt ihr eigentlich mit vollem Mund?“, quakte Klara irgendwann. „Das ist doch unhöflich.“ Einer der Hasen schluckte. „Tut uns leid, aber wir müssen im Winter viel Baumrinde fressen“, mümmelte einer der Hasen. „Leider gibt es gerade keine frischen Kräuter.“ Ich schüttelte mich. „Ich würde das Zeug nicht runterkriegen!“, quakte ich. „Ein Wunder, dass ihr das verdauen könnt.“ Die Hasen nickten. „Es ist wirklich nicht ganz einfach. Ich muss mein Futter dazu sogar zwei Mal essen“, erklärte der eine. Dazu frisst er seinen eigenen Kot. Klara hielt sich den Flügel vor den Schnabel, so als müsse sie sich gleich übergeben. „Wie eklig!“, quakte sie. „Für uns ist es aber überlebenswichtig“, sagte der Hase. Er erklärte uns, dass Bakterien in seinem Darm leben, die wichtige Vitamine und Nährstoffe bilden. Die kann sein Körper erst aufnehmen, wenn er den Kot frisst. „Das ist unser Trick, den Winter zu überleben“, mümmelte der Hase. Eure Paula

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