von Redaktion

Gestern flatterten wir Enten zum Bauernhof in der Nähe des Sees. Da wohnen auch Schafe, die wir manchmal besuchen. Sie freuten sich sehr, dass der Schnee endlich weg ist – auch deshalb, weil sie zum ersten Mal aus dem Stall und auf die Weide durften. „Frühling, juhu!“, blökten sie. Uns Enten fiel auf, dass sich helle Stimmen darunter mischten – die der kleinen Lämmer. Neugierig hopsten sie zwischen den großen Schafen herum. „Wie knuffig die Kleinen sind!“, quakte meine Freundin Klara. Sie hätte gern ein Lämmchen mitgenommen. Aber so etwas würde sie natürlich niemals machen. „Die armen Lämmer!“, quakte sie. „Bloß gut, dass Zweibeiner meist Osterlämmer aus süßem Teig essen und keine Schafkinder.“ Dann fiel Klara etwas ein: „Ich weiß gar nicht, was die süßen Lämmer eigentlich mit Ostern zu tun haben“, quakte sie. Meine Freundin Agnes nickte. „Vielen Zweibeinern geht es ähnlich“, schnatterte sie. „Ostern ist ein christliches Fest“, erklärte sie uns dann. Christen feiern dabei, dass Jesus auferstanden ist. Zuvor aber wurde er getötet. „Christen glauben, er habe sich dabei für sie geopfert – fast wie ein Opferlamm“, quakte Agnes. Früher haben Menschen nämlich oft Tiere geopfert, um Gott zu gefallen. Das Lamm ist aber nicht nur ein Symbol für Jesus, sondern auch für den Frühling. Denn zu der Zeit kommen Lämmer zur Welt – so wie übrigens auch die Hasenkinder. Eure Paula

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