Wenig bekannt ist, dass es auch in Rosenheim im April 1919 eine Räterepublik gab, ausgerufen vom Gründer der örtlichen KPD, Guido Kopp. Zeitweise wurden dort auch zunächst 30, später zehn Bürger der Stadt als „Geiseln“ festgehalten. Einen ersten Putschversuch am 13. April konnten die Räterepublikaner noch gewaltsam abwehren. Anfang Mai jedoch verschwanden sie aus der Stadt. Dafür rückte eine „weiße Garde“ kampflos ein – wovon dieses Foto zeugt, das uns Thomas Stelzer aus Lampferding (Kreis Rosenheim) geschickt hat. Auf der Rückseite des Fotos ist eine persönliche Widmung und ein Stempel der Einwohnerwehr Chiemgau. dw