Jetzt im Frühling freue ich mich sehr über die vielen Tierkinder, die rund um den See ihre ersten Lebenstage genießen. „Entenküken haben es gut“, krächzte Waldkauz Ulrich. „Die haben schon flauschige Federn, wenn sie aus dem Ei schlüpfen.“ Sie gehören zu den „Nestflüchtern“ und watscheln gleich ihrer Mutter nach, statt im Nest auf Futter zu warten. Ulrichs Küken sind dagegen recht unselbstständig. „Schade, dass sie mich nicht sehen konnten, als sie aus dem Ei geschlüpft sind“, krächzte er. „Unsere Küken sind in den ersten neun Tagen blind.“ Etwa 100 Tage lang werden sie von Mama und Papa versorgt. „Ihr glaubt gar nicht, wie viele Mäuse diese Küken futtern“, jammerte der Kauz. „Ich bin so erschöpft von der Jagd.“ Als Ulrich weggeflogen war, hörte ich eine Feldmaus piepsen. „Ist er weg? Ich will auf keinen Fall als Kükenfutter enden. Schlimm genug, dass er viele meiner Kinder geschnappt hat.“ Sie sei zwar erst 15 Monate alt. „Aber ich habe schon hunderte Mäuslein großgezogen“, piepste sie. „Es waren bestimmt um die 500. Zum Glück, so entwischen wenigstens ein paar den vielen Jägern.“ Mäuse bekommen schon sehr früh Nachwuchs. „Ich war gerade sechs Wochen alt, als ich zum ersten Mal Kinder bekam“, piepste die Maus. Da bemerkte ich Ulrich, der lautlos herangeflogen war. Doch die Maus schafft es gerade noch in ein Loch! Eure Paula