Brauchtums- Kalender

von Redaktion

Bettbrunn, im Köschinger Forst bei Ingolstadt gelegen, zählt heute zu den stillen Wallfahrtsorten. Die Entstehung der Wallfahrt geht auf das Jahr 1125 zurück. Damals kam es zu einem legendären Hostienfrevel durch einen Viehhirten, ein Vergehen, das man durch den Bau einer Kapelle sühnen wollte, an deren Stelle 1329 eine Kirche trat. Zu ihr kamen immer mehr Beter, als im 17. Jahrhundert Augustiner-Eremiten die Wallfahrt betreuten. Diese hielten auch zahllose „Guttaten“ in Mirakelbüchern fest. An manchen Tagen kamen bis zu 20 000 Menschen, unter ihnen waren kirchliche und weltliche Herrscher. Kurfürst Maximilian I. pilgerte dreimal nach Bettbrunn. Von der Dankbarkeit der Pilger künden noch viele alte Votivkerzen, eine geht bis auf 1328 zurück. Die Kirche mit herrlichen Fresken und Wessobrunner Stuckaturen inmitten eines Dorfes ist das Werk eines Münchner Hofbaumeisters.

April trocken lässt die Keime stocken.

Heller Mondschein im April schadet der Blüte viel.

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