München – Wegen stetig steigender Schülerzahlen in Bayern soll Kultusminister Bernd Sibler (CSU) nach Ansicht der Grünen im Landtag die Zahl der Lehrer deutlich erhöhen. „Das neue Schuljahr 2018/19 wartet nicht auf neue Minister“, sagte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Gehring, am Freitag in München. Am wichtigsten sei es, Unterrichtsausfälle zu vermeiden und dafür zu sorgen, „dass nicht bei der ersten Grippewelle die Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt werden müssen“. Konkret forderte er daher eine Aufstockung der sogenannten mobilen Reserve für erkrankte Lehrer und eine neue Reserve für Lehrerinnen, die wegen Schwangerschaft nicht mehr unterrichten könnten. Damit das neue Schuljahr „im Herbst ohne CSU-Chaos beginnen kann“, müsse Sibler „sechs Hausaufgaben“ erledigen, betonte Gehring. Dazu gehöre Ganztagsbetreuung, die Reform des Gymnasiums und die Vorbereitung der Digitalisierung durch Lehrerfortbildungen und schnelle Internetverbindungen.
Sibler entgegnete, die Planstellen seien alle besetzt und der Unterricht gesichert. Er wies auch auf die Zweitqualifizierung von Realschul- und Gymnasiallehrern hin, die an Grund- und Mittelschulen unterrichten sollen. 300 tun dies bereits, weitere 1300 sind gerade in der Umschulung. Auch die Digitalisierung mache Fortschritte: In einem ersten Schritt gebe es 160 Millionen Euro für die IT-Ausstattung der Schulen. mm/lby