von Redaktion

Neulich bin ich bei Dämmerung nach Hause zu meinem See geflattert. Es wurde schneller dunkel als ich gedacht hatte. Daher musste ich genau schauen, wo ich hinsteuere. Plötzlich flatterte etwas Dunkles vor meinem Schnabel vorbei. Da habe ich mich vielleicht erschrocken – und ich wusste gleich: Jetzt sind wieder die Fledermäuse unterwegs.

Eine flatterte ziemlich langsam an mir vorbei. Da konnte ich zum ersten Mal sehen, wie groß ihre Ohren sind. „Warum eigentlich?“, fragte ich mich. Am nächsten Tag watschelte ich zu Waldkauz Ulrich und fragte ihn. Wie Fledermäuse ist auch er meist nachts unterwegs. „Hören denn die Fledermäuse besonders gut?“, fragte ich. „Sie hören gut, aber die großen Ohren haben einen anderen Grund“, kauzte Ulrich. „Fledermäuse haben einen Ultraschall-Sinn. Das funktioniert bei ihnen so ähnlich wie die Radargeräte von Flugzeugen und Schiffen.“ Wenn Fledermäuse fliegen und vor allem, wenn sie jagen, erkennen sie ihre Beute mit einer Art eingebautem Radar. Sie senden dazu Ultraschall-Wellen aus. Wenn diese Wellen auf etwas stoßen, also zum Beispiel einen Baum, dann merkt die Fledermaus das. Dann werden die Wellen nämlich von dem Baum zurückgeschleudert. Die Fledermaus fängt diese Wellen dann mit ihren Ohren auf – darum sind sie so groß. „Sie sieht also sozusagen mit den Ohren“, krächzte Ulrich.

Eure Paula

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