Richtig wuselig ist es jetzt im Frühling: Auch die Eichhörnchen am See haben in den vergangenen Wochen Zweige geschleppt. Sie bauen sich kugelförmige Häuser aus Ästen und Zweigen, die sie fest miteinander verflechten. „Kobel“ nennen die Zweibeiner so einen Bau. Das Innere polstern die Eichhörnchen mit Heu, Blättern und Stroh aus – und legen zwei Schlupflöcher an. So eine Familie hat übrigens nicht nur einen Kobel, sondern gleich mehrere: einen zum Schlafen und einen zum Spielen für die Kinder und gern noch ein paar dazu. Schließlich weiß man nie, wann ein gefräßiger Baummarder auftaucht. „Wenn wir so einen riechen, ziehen wir schnellstens um“, quiekte mir ein Eichhörnchen. „Da ist es doch gut, immer einen Extra-Unterschlupf parat zu haben.“ Das Eichhörnchen hatte es eilig. „Jetzt muss ich weiter“, quiekte es. „Ich werde bald Mama. Da brauche ich unbedingt noch ein paar Nester. Denn werden meine Kinder und ich gestört, fackel ich nicht lange, sondern ziehe um.“ Sie trage dann ein Kind nach dem anderen in ein anderes, sichereres Nest – aber nicht in den Pfoten. Sie hält die Kleinen dabei mit dem Maul fest. Die Kinder kommen übrigens blind und nackt zur Welt. Erst mit drei Wochen wächst ihnen ein Fell, mit vier Wochen können sie sehen. „Und mit etwa zwei Monaten verlassen sie das Nest“, quiekte das Eichhörnchen. Eure Paula