Bilanz Zum Blitzmarathon

Unerwünschtes Foto für 8466 Autofahrer

von Redaktion

München – Bayerns Polizisten haben beim diesjährigen Blitzmarathon 8466 Temposünder erwischt. Das teilte das Innenministerium gestern nach dem Ende der Aktion mit, die am frühen Mittwochmorgen begann. Negativer Spitzenreiter bei den bayernweiten Messkontrollen war ein 35-Jähriger, der auf einer Landstraße in Niederbayern mit 189 statt der zulässigen 100 Stundenkilometer geblitzt wurde. „Diesem skrupellosen Verkehrsrowdy schadet es nicht, sich für längere Zeit als Fußgänger Gedanken über seine Fahrweise zu machen“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit Blick auf die drohenden drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 1200 Euro Geldbuße für den Fahrer.

In anderen Regionen waren die schlimmsten Temposünder zwischen 49 und 83 Stundenkilometer zu schnell unterwegs. Auch in Oberbayern hat die Polizei einige Temposünder mit gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen erwischt. Eine 57-jährige Autofahrerin wurde etwa in der Gemeinde Seefeld im Landkreis Starnberg am Abend mit Tempo 132 geblitzt. Erlaubt waren aber nur 70 km/h. Im Landkreis Erding heizte ein Mann mit Tempo 147 über eine Staatsstraße, obwohl die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 80 km/h lag. Auf der B 2 bei Garmisch-Partenkirchen wurde ein 38-jähriger Österreicher mit Tempo 133 geblitzt – 70 war erlaubt. Die drei Autofahrer müssen mit Bußgeldern zwischen 440 und 880 Euro und zwei Punkten rechnen – außerdem wartet auf sie alle ein zweimonatiges Fahrverbot. Insgesamt verzeichneten die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Süd rund 1300 Tempo-Überschreitungen. Beim Polizeipräsidium München kamen noch einmal 794 Fälle dazu. Besonders fiel hier eine Porsche-Fahrerin auf, die in Pasing mit 101 Stundenkilometern durch die 50er-Zone donnerte. Auch sie muss ihren Schein für einen Monat abgeben.

Die Polizei hatte beim diesjährigen Blitzmarathon verstärkt Landstraßen und Strecken kontrolliert, auf denen Autofahrer oft zu schnell fahren und Unfälle verursachen. Obwohl die Messstellen frühzeitig im Internet veröffentlicht wurden, „sind offenbar immer noch viel zu viele Unbelehrbare unterwegs“, kommentierte Herrmann die Bilanz des Blitzmarathons. Er kündigte an, die verstärkten Geschwindigkeitskontrollen weiter fortsetzen zu wollen. Neben überhöhter Geschwindigkeit berichtete die Polizei auch von anderen Delikten im Straßenverkehr. So zeigte im Landkreis Bamberg ein Motorradfahrer an einer Messstelle den Beamten den Mittelfinger.  dg/lby

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