von Redaktion

„Schaut, was für eine schöne Blüte!“, quakte meine Entenfreundin Klara. Doch was war das? Als Agnes und ich näher watschelten, löste sich die Blüte plötzlich von ihrem Stiel und tanzte durch die Luft. Erst jetzt erkannten wir unseren Irrtum: „Das ist ja ein Schmetterling!“, schnatterte Klara begeistert. Als sich der Falter wieder setzte, breitete er seine Flügel aus. Dabei konnten wir uns die zwei Punkte auf seinen Flügeln, die wie Augen aussahen, genauer anschauen. „Sieht gut aus, oder?“, flüsterte der Schmetterling. „Wegen der augenförmigen Flecken nennen mich die Zweibeiner Tagpfauenauge.“ Weil die Flecken eben aussehen wie die Augen eines viel größeren Tieres, halten sich gefräßige Angreifer meist zurück. „Das hat mich schon oft gerettet“, flüsterte der Schmetterling. „Manche von uns wehren sich auch mit Gift.“ So habe er entfernte Verwandte in Südamerika. „Sie sind wunderschön, aber hochgiftig“, flüsterte der Schmetterling. „Die Passionsblumenfalter haben feuerrote Farbe auf den Flügeln. Das ist eine Warnung an andere Tiere: Schnapp bloß nicht zu!“ Ihren Namen haben die Falter von einer Vorliebe ihrer Raupen. „Sie mampfen die Blätter von Passionsblumen“, flüsterte der Schmetterling. „Darin steckt Gift, das die Blätter eigentlich vor dem Gefressenwerden schützen soll.“ Die Raupen aber vertragen das Gift. Sie lagern es als Schutz in ihrem Körper ein. Eure Paula

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