München – Für die Listenaufstellung zur Landtagswahl zeichnen sich bei der AfD zahlreiche Kampfkandidaturen ab. Während die Wahl bei vielen anderen Parteien an einem Tag stattfindet, nehmen sich die erfahrungsgemäß diskussionsfreudigen Mitglieder des AfD-Bezirks Oberbayern an diesem Wochenende zwei Tage Zeit. Es wird wohl auch viel Redebedarf geben.
Nach Informationen unserer Zeitung wird für Listenplatz 1 der geschasste Bezirkschef Franz Bergmüller aus dem Kreis Rosenheim kandidieren – obwohl ihm nach heftigem internen Streit im Frühjahr die Mitgliedsrechte und seine Ämter in der Partei aberkannt worden waren. Für die Kandidatur zur Landtagswahl ist eine Parteimitgliedschaft nicht zwingend notwendig, aber üblich. Nichtmitglieder haben allerdings bei der Aufstellung kein eigenes Stimmrecht. Bergmüller wird erheblich Gegenwind erwarten – in der AfD gibt es zahlreiche Stimmen, die sich mit ihm überworfen haben. Sie werden Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Ausgang ungewiss.
Für Platz 2 hat Wilfried Biedermann aus München seine Kandidatur angekündigt, der ehemalige Direktkandidat für die Bundestagswahl wird aber ebenfalls Gegenkandidaten haben. Während andere Parteien ihre Listen vorab abstimmen, ist bei der AfD ab Platz 3 alles offen. Es gewinnt derjenige, der mehr Unterstützer mobilisieren kann. dor