„Der Frühling geht viel zu schnell vorbei“, schnatterte meine Entenfreundin Klara. Sie liebt es, wenn sich die ersten Blüten öffnen und Farbtupfer ans Seeufer zaubern. Oder wenn sich die Obstbäume in ein Kleid aus rosa-weißen Blüten hüllen. Jetzt tragen die Bäume längst ein schlichtes Sommerkleid aus grünen Blättern. „Und wo vorher Blüten waren, sind im Herbst süße Früchte“, schnatterte unsere Entenfreundin Agnes. „Das ist wie ein Wunder!“. Da fiel ihr etwas ein. „Kennt ihr eigentlich die Göttin Demeter?“ In Griechenland glaubten die Menschen früher ja an viele Götter, die jeweils für etwas anderes zuständig waren. „Demeter galt als Göttin der Fruchtbarkeit“, quakte Agnes. „Sie war für das Wachsen, Blühen und Gedeihen zuständig, aber auch für das Vergehen.“ Im Alten Rom gab es eine Göttin, die eine ähnliche Rolle wie Demeter bei den Griechen hatte. „Ceres, die Göttin des Ackerbaus“, quakte Agnes. „Sie wird oft mit einer Ähre in der Hand dargestellt.“ Da fiel mir etwas ein. „Moment mal, die Menschen sprechen doch dauernd von ,Cerealien‘, wenn sie etwa Haferflocken oder Cornflakes im Müsli meinen“, quakte ich. „Sie denken wohl, das klingt gesünder oder moderner.“ Tatsächlich handelt es sich um ein Modewort, das sich von dem Englischen „cereals“ für Getreideprodukte ableitet. Und das kommt von der Göttin Ceres. Eure Paula