Wir Enten haben euch einiges voraus – zum Beispiel, dass wir uns keine Sorgen um unsere Figur machen. Abgesehen von den paar Brotbrocken, die wir ab und zu zugeworfen bekommen, futtern wir nur das, was die Natur uns bietet. Unter euch Menschen soll es dagegen welche geben, die sich nicht mehr in Badehose oder Bikini an den See trauen, wenn sie ein paar Pfunde zu viel wiegen. Sie haben Angst, von anderen angestarrt oder sogar ausgelacht zu werden. „Nicht mehr ins Wasser? Das wäre ein Albtraum für mich“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Und überhaupt: Zaundürr müssen weder Menschen noch Enten sein.“ Gerade so ein Vogelkörper müsse eine Menge leisten. „Das kostet Energie. Da ist so ein wenig Fett auf den Rippen nicht verkehrt – als Energiereserve“, quakte Klara. „Wusstet ihr zum Beispiel, dass ein Vogelherz schon in Ruhe etwa 200 bis 400 Mal pro Minute schlägt?“ Wie schnell genau, hänge von der Vogelart ab. „Ein Kolibri im Schwirrflug bringt es kurz schon mal auf 1000 Schläge pro Minute.“ Klara hatte sich richtig in Fahrt gequakt. „Besonders fleißig sind Vögel, wenn sie ihre Küken großziehen“, schnatterte sie. Die Meisen-Eltern müssen dann ständig nach Mücken, Fliegen und kleinen Käfern suchen. „Etwa 200 Mal pro Tag werden die nimmersatten Kleinen gefüttert“, schnatterte Klara. „Das ist richtige Schwerstarbeit.“ Eure Paula