Schwere Unfälle

61-Jährige stirbt nach Überholmanöver

von Redaktion

Penzberg/Wolfratshausen – Ersthelfer haben am Unfallort alles versucht. Doch sie konnten der 61-jährigen Frau aus Irschenberg (Kreis Miesbach) nicht mehr helfen. Sie war am Mittwochabend mit ihrem Wagen auf der Kreisstraße zwischen Antdorf und Penzberg (Kreis Weilheim-Schongau) unterwegs, als ein 25-Jähriger mit seinem Wagen ausscherte und zu einem Überholmanöver ansetzte. „Dabei sind die beiden Autos aus bisher nicht bekannten Gründen seitlich zusammengestoßen“, berichtete ein Sprecher der Polizei. Beide Autos kamen von der Straße ab. Der Wagen des 25-Jährigen überschlug sich mehrfach und kam in einem angrenzenden Feld zum Stehen. Obwohl der Mann schwerverletzt war, stieg er noch ohne Hilfe aus. „Er stand offenbar unter Schock“, sagt der Polizeisprecher. Der Wagen der Frau schleuderte in einen Stadel, durchbrach die Seitenwand des Gebäudes und fing Feuer. Drei Personen, die auf den umliegenden Feldern gearbeitet hatten, eilten sofort zum Unglücksort. Sie zogen die 61-Jährige aus dem brennenden Wrack und versuchten, sie zu reanimieren. Ihre Verletzungen waren jedoch so schwer, dass sie noch am Unglücksort starb. Laut Polizei war der 25-Jährige mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Schuldfrage sei aber noch nicht endgültig geklärt.

Auch auf der Garmischer Autobahn A 95 ist es am Mittwochabend zu einem schweren Unfall gekommen. Ein 29-jähriger Autohändler aus dem Raum München war dort mit seinem 565 PS starken Ferrari 458 in Richtung München unterwegs. Bei Tempo 200 sackte der tiefergelegte Sportwagen mit einem lauten Knall plötzlich nach vorne ab. Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Auto, schleuderte quer über beide Fahrstreifen, krachte gegen die linke und rechte Leitplanke und kam nach etwa 900 Metern quer zur Fahrbahn zum Stehen. Der 29-Jährige und sein 31-jähriger Beifahrer blieben unverletzt. Doch der Schaden ist enorm. Die komplette Fahrzeugfront des Ferraris wurde abgerissen, die Trümmer verteilten sich auf 900 Metern. Der Sachschaden: rund 200 000 Euro.  jt/peb/lby

Artikel 4 von 10