ungeplante landung in München

Triebwerk ausgefallen: Flugzeug muss umkehren

von Redaktion

München – Auf dem United-Airlines-Flug UA31 von München nach Newark/New York haben sich am Mittwochmorgen dramatische Szenen abgespielt. Erst gab es einen lauten Knall, dann schaukelte das Flugzeug. „Passagiere haben vor Angst geschrien, einige haben sich aneinander festgeklammert, andere haben geweint“, berichtet eine Augenzeugin.

Gut 20 Minuten nach dem Start setzten die Piloten laut der Flugsicherheits-Webseite „The Aviation Herald“ wieder zur Landung am Flughafen München an. Der Passagier Seth Vargo berichtet gegenüber der tz, die 189 Passagiere seien von der Crew informiert worden, dass ein Motor ausgefallen sei. „Die Flugbegleiter haben uns dann gezeigt, in welche Position wir für die Notlandung gehen sollen“, erzählt der 27-Jährige. Das Flugzeug musste umkehren, weil das rechte Triebwerk ausgefallen war, sagt Kathrin Stangl vom Flughafen München. „So etwas passiert nicht oft, kann aber schon mal vorkommen.“

Auf etwa 4000 Metern Höhe versagte das Triebwerk, die Crew stellte es danach ab. Da die Boeing 767 nur zwei Triebwerke besitzt, ist der Ausfall laut Experten schwerwiegender als etwa bei einer viermotorigen Maschine. Ein solcher Ausfall werde im Flugsimulator jedoch regelmäßig geprobt und gehöre zum normalen Handwerk eines Piloten. Die Maschine landete sicher in München. Zunächst durften die Passagiere das Flugzeug nicht verlassen. Die Feuerwehr rückte an. „Wenn das Flugzeug gerade erst gestartet ist, ist es noch sehr schwer. Da kann es bei der Landung sein, dass die Bremsen überhitzen“, sagt Kathrin Stangl. „Das waren nochmal schlimme Minuten, als wir im Flugzeug warteten“, erzählt die Augenzeugin. Schließlich gab die Feuerwehr grünes Licht. Die Reisenden wurden mit Bussen abgeholt, die Maschine abgeschleppt. United entschuldigte sich bei den Passagieren für die Unannehmlichkeiten. Ramona Weise

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