Neulich haben wir Enten einen Ausflug in den Zoo gemacht. Wir watschelten gerade bei den Riesenschildkröten vorbei, die sich eifrig unterhielten. „Bei diesen Wetterkapriolen wird mir ganz blümerant“, sagte die eine. Kurz zuvor hatte es ein heftiges Gewitter gegeben. Jetzt aber schien wieder die Sonne. „Erzählst du etwa schon wieder von deinen hanebüchenen Zipperlein?“, schimpfte da eine zweite Schildkröte. Wir Enten staunten. „Was ist das für eine komische Sprache?“, quakte meine Freundin Klara. „Ist das Schildkrötisch? Könnt ihr das übersetzen?“ Die Schildkröten schauten sich lange an. Dann lachten sie. „Im Vergleich zu uns seid ihr Enten ja noch sehr jung“, sagte die erste. „Da ist es kein Wunder, dass ihr viele Wörter nicht kennt. In unserer Jugend hat uns jeder verstanden.“ Doch hätten sie bemerkt, dass heute immer weniger Leute Worte wie „blümerant“ oder „hanebüchen“ verstehen. „Dabei wäre es doch schade, wenn sie verschwinden würden“, sagte die Schildkröte. Dann erklärte sie uns, was die Wörter bedeuten: „Blümerant heißt, dass einem unwohl ist.“ Das Wort komme aus dem Französischen – von „bleu mourant“, was sterbendes, also blasses Blau bedeute. Etwa diese Farbe haben Zweibeiner im Gesicht, wenn ihnen flau ist. Ist etwas „hanebüchen“, bedeute das, dass es an den Haaren herbeigezogen sei. Und Zipperlein sind Beschwerden, die harmlos sind. Eure Paula