Penzberg – Eine 46-Jährige, die 2017 in Penzberg ihre Ex-Schwiegermutter mit einem Messer attackiert hatte, wurde vom Landgericht zu sechs Jahren Haft wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Das Landgericht München sah es als erwiesen an, dass Maria P. (Namen geändert) im Juni vergangenen Jahres ihre 73-jährige frühere Schwiegermutter in der Garage ihres mittlerweile geschiedenen Ex-Manns niedergestochen hatte. Manuela V. erlitt lebensgefährliche Verletzungen an der Lunge und dem Herzen.
Die 46-jährige Bankkauffrau, die zuletzt mit ihrem Lebensgefährten in Garmisch-Partenkirchen lebte, lauerte den Ermittlern zufolge der alten Dame auf, als diese gerade in der Garage einparkte. Sie hatte sich in der Garage versteckt und aus dem Nichts die Fahrertür des Wagens der Ex-Schwiegermutter aufgerissen. Dann stach sie zu.
Ihre beiden Enkel, die Kinder von Maria P., die im Haus des Penzberger Vaters leben, fanden die Rentnerin nicht einmal eine Stunde später, blutend in der Garage. Maria P. war zu diesem Zeitpunkt schon auf der Flucht – einen Tag später stellte sie sich der Polizei. Vor Gericht hatte sie nicht erklären können, wie es zu der Bluttat kam. „Ich wollte mich umbringen und bin losgefahren, um mich noch von meinen Kindern zu verabschieden“, sagte sie vor Gericht. An die Fahrt nach Penzberg und die Tat habe sie sich nicht erinnern können. till