München – Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht verurteilt, weil die Bundesregierung zu wenig gegen Nitrat im Grundwasser unternommen hat. Als Hauptursache für die Überschreitung der Grenzwerte wird der zu hohe Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft genannt.
„Wir brauchen eine effektive und ressourcenschonende Landwirtschaft zur Erzeugung unserer Lebensmittel“, sagte Jürgen Vocke, der Präsident des Bayerischen Jagdverbands. Gleichzeitig müssten aber Biodiversität und Schutz der Natur stärker in den Fokus rücken. „Wir brauchen neben den intensiv genutzten Feldern und Wiesen vermehrt Flächen zur Steigerung der Biodiversität.
„Der Wert von Umweltdienstleistungen wie sauberem Wasser ist nicht verhandelbar“, betont auch Albert Göttle, der Präsident des Landesfischereiverbands. Bereits im April hatten die Fischer, die Jäger und der Landesverband für Vogelschutz gefordert, dass die EU die Landwirte finanziell so unterstützen müsse, dass sie gesunde Lebensmittel produzieren und gleichzeitig sauberes Grundwasser und gesunde Böden erzeugen können. mm