Aschaffenburg – Nach einem Sprengstoffverdacht und der Festnahme an einer Rastanlage an der Autobahn 3 bei Aschaffenburg bleiben alle vier Verdächtigen in Gewahrsam. Gegen einen der Männer liegt ein europäischer Haftbefehl vor, nachdem er sich in Belgien strafbar gemacht habe, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gestern sagte. Belgien habe die Auslieferung des Festgenommenen bereits beantragt. Über diesen Antrag könnte das Oberlandesgericht Bamberg in den kommenden Wochen entscheiden. Was genau er in Belgien getan haben soll, wollte die Polizei zunächst nicht sagen. Der Mann ist den Angaben der Bamberger Generalstaatsanwaltschaft zufolge iranischer Staatsangehöriger und kein Asylbewerber. Nach Informationen von bild.de soll es sich bei dem Hauptverdächtigen um Assadollah A. handeln, der in Österreich als Diplomat stationiert war. Er soll einen Anschlag auf ein Treffen der iranischen Oppositionsbewegung MEK in Paris geplant haben. Aus welchem Land die anderen drei Männer stammen, blieb zunächst weiter unklar. Warum die Polizei auch die anderen drei Männer in Gewahrsam behält, sagte ein Polizeisprecher zunächst ebenfalls nicht. mm/dpa