München – Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz gehen weiter gegen die Änderung des Alpenplans am Riedberger Horn vor – auch wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits das vorübergehende Aus für die geplante Skischaukel verkündet hat. Gestern haben die beiden Naturschutzverbände die ausführliche Begründung für ihre Normenkontrollklage gegen die Staatsregierung beim bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht.
„Nur wenn die Alpenplanänderung rückgängig gemacht wird, wird es einen dauerhaften Schutz für das Riedberger Horn geben“, begründete der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz, Richard Mergner, die Klage. Die Neuzonierung am Riedberger Horn stelle einen Präzedenzfall dar, sagt Norbert Schäffer, Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz.
Die Verbände begründen die Klage mit zwei Argumenten. Zum einen sind sie der Ansicht, dass sogenannte dauerhafte Vollzugshindernisse für den Bau einer Skischaukel vorliegen, die eine Alpenplanänderung unwirksam machten. Zum anderen habe keine ergebnisoffene Abwägung stattgefunden, wie es das Landesplanungsgesetz fordert.
Wann der Verwaltungsgerichtshof über die Klage entscheidet, ist noch offen. dg