Nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrats sollte gestern Abend vom Flughafen München aus ein weiterer Sammelabschiebeflug nach Afghanistan starten. Von Bayern sollen 18 Personen im Flugzeug gesessen haben.
Der Flüchtlingsrat warf der Staatsregierung vor, „wieder besonders rigide“ vorgegangen zu sein und selbst „gut integrierte Personen und junge Erwachsene“ aus Jugendhilfeeinrichtungen heraus abzuschieben. Dazu gehöre etwa Esam, der sich in der Ausbildung zum Bäcker befinde. Zudem sei ein Berufsschüler aus einer heilpädagogischen Einrichtung heraus verhaftet worden; ein anderer auf dem Weg zur Berufsschule. Ein 19-Jähriger sei aus einer Jugendhilfeeinrichtung heraus geholt worden und ein gleichaltriger Berufsintegrationsschüler, soll ebenfalls gestern abgeschoben worden sein. kna
Der Familienbund der Katholiken im Bistum Würzburg hat das vom Bundeskabinett beschlossene Familienentlastungsgesetz kritisiert. Es bringe nur „minimale Verbesserungen für Familien“, teilte der Verband mit. Das anhaltende Problem von fast zwei Millionen armutsgefährdeten Kindern in Deutschland „wird durch die Anhebung des Kindergelds zum 1. Juli 2019 in keiner Weise gelöst“, sagte der Würzburger FDK-Vorsitzende Michael Kroschewski. Gemessen an der Kaufkraft sei das Kindergeld sogar gesunken. epd