von Redaktion

Neulich bin ich an einem Dorn hängen geblieben. „Aua!“, quakte ich erschrocken. „Paula, du blutest ja!“, schnatterte meine Entenfreundin Agnes. Tatsächlich: Auf meinem Flügel sah ich einen roten Fleck im weißen Gefieder: Ich blutete wirklich, aber nur leicht. „Halb so wild“, quakte ich daher. „Ich habe mich wohl an einem Dorn gestochen.“ Agnes grinste. „Jetzt wissen wir wenigstens sicher, dass du nicht zu den Blaublütern gehörst“, quakte sie. So nennen die Zweibeiner manchmal Adelige. Dabei haben die gar kein blaues Blut. Sie waren früher aber meist sehr blass, weil sie anders als die einfachen Leute nicht in der Sonne arbeiten mussten. So schimmerten die Blutgefäße unter der Haut leicht durch. Das sieht dann leicht bläulich aus. Dabei haben auch Adelige rotes Blut. „Bei Tintenfischen ist das anders“, quakte Agnes. „Sie haben blaues Blut.“ Genau wie in unserem steckt in ihrem Blut ein Farbstoff, der Sauerstoff festhalten und so zu allen Teilen des Körpers transportieren kann. Bei Menschen und Enten ist das der rote Farbstoff Hämoglobin. „Bei Tintenfischen bindet Hämocyanin den Sauerstoff“, quakte Agnes. „In diesem Farbstoff steckt Kupfer, darum ist er bläulich.“ Mit der „Tinte“, die diese Tiere bei Gefahr ins Wasser abgeben, um Angreifern die Sicht zu nehmen, hat das nichts zu tun: Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeit, die den dunklen Farbstoff Melanin enthält. Eure Paula

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