Halbjahresbilanz Lotto Bayern

Mehr Millionäre als im Vorjahr

von Redaktion

Von Sebastian Schuch

München – 14 neue Lotto-Millionäre gab es im ersten Halbjahr 2018 in Bayern – mehr als im gesamten Jahr 2017. Ein Lotto-Spieler aus Mittelfranken knackte Ende Mai sogar zwei Jackpots auf einmal und durfte sich über mehr als elf Millionen Euro freuen. „Ich bin sicher, dass unsere Spielteilnehmer noch nicht ihr ganzes Glück aufgebraucht haben und 2018 weitere Millionengewinne folgen“, sagte Ulrike Sturm. Die Präsidentin von Lotto Bayern könnte Recht behalten, im Juli gewannen drei Bayern beim Eurojackpot jeweils rund 950 000 Euro.

Im ersten Halbjahr durften sich zudem 81 Spieler im Freistaat über einen Gewinn von mehr als 100 000 Euro freuen. Im Vorjahreszeitraum waren es 83. Insgesamt schüttete Lotto Bayern bis Ende Juni knapp 292 Millionen Euro aus.

Die ersten sechs Monate des Jahres waren auch für das Unternehmen erfolgreich. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 588,6 Millionen Euro. Rund 200 Millionen Euro davon flossen als Lotteriesteuer und Gewinnabführung in die bayerische Staatskasse. Mit diesem Geld unterstützt Lotto Bayern den Spitzen- und Breitensport sowie Denkmal- und Umweltschutz. Für Friederike Sturm hat Lottospielen deshalb etwas Gutes, es gebe immer einen Gewinner: den Spieler oder das Gemeinwohl.

Für das zweite Halbjahr stellte Sturm ein neues Rubbellos vor: Rubbel Bubbel. Das Los kostet einen Euro, damit kann man bis zu 5000 Euro gewinnen. Bei dem neuen Los müssen Spieler drei gleiche Felder freirubbeln. „Durch die farbenfrohe Gestaltung das perfekte Sommerlos“, sagte Sturm.

Besonders stolz ist die Lotto-Bayern-Präsidentin auf ihren neuen Mitarbeiter: Roboterdame Pepper. Der 1,20 Meter große, 28 Kilogramm schwere Roboter mit künstlicher Intelligenz dient vor allem zu Werbezwecken. Pepper beantwortet Fragen zu den Regeln der verschiedenen Lotto-Spiele und nennt auf Nachfrage die Zahlen der letzten Ziehung. „Da haben die Lotto-Spieler ganz schön Ahnung vom Tippen“, sagte die Roboterdame, nachdem Lotto-Präsidentin Sturm ihr die 14 neuen bayerischen Lotto-Millionäre verkündete. Pepper kann aber nicht nur die Lottozahlen nennen, sondern auch die Hand geben oder einen Witz erzählen.

Trotz der vielen positiven Nachrichten bemängelt Friederike Sturm illegale Lotterien aus dem Ausland, die auf den ersten Blick nicht von den staatlichen zu unterscheiden seien. Alleine 2016 hätten die Schwarzlotterien 600 Millionen Euro umgesetzt.

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