Vorgestern war ein besonderer Tag. Da bekamen wir Besuch – von einem Papagei. Der Vogel lebt bei einer älteren Dame im Dorf, war aber für einen Ausflug ausgebüxt. Horst, so hieß der Papagei, plapperte viel und gern. Sogar ein Rätsel hatte er für uns: „Wisst ihr, welches Tier den besten Riecher hat?“, fragte Horst. „Das ist einfach, das ist der Hund“, krächzte Waldkauz Ulrich. „Papperlaquak, das muss das Pferd mit seiner großen Nase sein“, schnatterte Ente Klara. „Alles falsch“, krächzte Horst. „Es ist der Aal.“ Wir staunten: Denn wir hätten nicht gedacht, dass in unserem See eine Supernase schwimmt. Wir alle mussten nämlich gleich an Albert, den Aal, denken. „Hunde können zwar viel besser riechen als Zweibeiner“, krächzte Horst da bereits weiter. „Aber Aale sind richtige Supernasen.“ Sie erschnuppern zwar keine gasförmigen Stoffe in der Luft, aber solche, die in Wasser gelöst sind. „Dabei entgeht ihnen so gut wie nichts“, krächzte Horst. Selbst einen Zuckerwürfel im riesigen Bodensee könnte ein Aal damit wahrnehmen. Das hilft den Fischen etwa, den Weg bei ihrer weiten Wanderung zu finden. Aale schlüpfen nämlich in der Sargassosee im atlantischen Ozean aus den Fischeiern. Von dort schwimmen die Jungfische bis in unsere Flüsse und Seen. Und: Wenn sie selbst später Kinder bekommen wollen, schwimmen Aale zurück an ihren Schlüpfort. Eure Paula