Neulich habe ich etwas Komisches gehört: Eine Ente hat mir gequakt, dass ihr Zweibeiner morgens größer seid als abends. Das konnte ich kaum glauben, darum watschelte ich zu meiner Entenfreundin Agnes. „Das stimmt wirklich“, quakte sie. „Allerdings stehen die Menschen nicht als Riesen auf und gehen als Zwerge zu Bett.“ Sie werden im Laufe des Tages nur ein wenig kleiner. „Und das liegt an ihrer Wirbelsäule“, quakte Agnes. Sie meinte die Knochen, die man fühlt, wenn ihr mit der Hand in der Mitte den Rücken hinabstreicht. „Ohne die Wirbelsäule würden die Menschen zusammensacken wie ein nasser Sack“, quakte Agnes. „Und darin gibt es auch die Bandscheiben.“ Die sehen aus wie scheibenförmige Kissen und liegen zwischen den einzelnen Wirbeln. Sie wirken wie Polster und machen den Rücken beweglich. Da die Zweibeiner aber aufrecht gehen, drückt es die Kissen zwischen den Wirbeln im Laufe des Tages zusammen. Sie verlieren dabei etwas von der Flüssigkeit in ihrem Inneren. So wird die Wirbelsäule insgesamt kürzer. „Aber nur wenig“, quakte Agnes. „Wir quaken da von etwa ein bis zwei Zentimetern.“ In der Nacht, wenn die Menschen im Bett liegen und die Bandscheiben entlastet sind, saugen sich diese wieder mit Flüssigkeit voll. Mein Tipp: Wenn ihr euren Eltern zeigen wollt, wie groß ihr schon seid: Macht es am frühen Morgen! Eure Paula