Zwei Unfälle in den Bergen

Echinger stürzt 80 Meter in die Tiefe

von Redaktion

Von Sebastian Schuch

Kirchdorf/Berchtesgaden – Einem 42-jährigen Kletterer aus Eching (Kreis Freising) ist ein Fehler beim Abseilen zum Verhängnis geworden. Der Mann stürzte in Tirol rund 80 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. Er war am Donnerstag gemeinsam mit seinem 43-jährigen Begleiter aus dem Landkreis Weilheim-Schongau im Gebiet Wilder Kaiser unterwegs, berichtet die österreichische Polizei. Die besonders anspruchsvolle Route auf rund 2100 Metern meisterten die beiden Bergsteiger.

Gegen 16.20 Uhr begannen sie, sich in Richtung Ellmauer Tor abzuseilen. Dabei machte der 42-Jährige einen Fehler und stürzte rund 80 Meter an einer sehr steilen, teils senkrechten Felswand ab. Bei dem Absturz verletzte er sich schwer. Sein Begleiter alarmierte die Bergwacht, die den 42-Jährigen mit einem Notarzthubschrauber ins Unfallkrankenhaus Salzburg brachte. Dort liegt der Echinger auf der Intensivstation.

Auch im Berchtesgadener Land ereignete sich ein schwerer Bergunfall. Dort stürzte eine 49-jährige Thüringerin ab. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die Frau war gemeinsam mit ihrem Sohn auf dem Mannlgrat bei Berchtesgaden unterwegs. Kurz nach 20 Uhr stürzte die Frau am Donnerstag zwischen Göllleiten und Kehlstein-Gipfel rund 150 Meter in die Tiefe und starb. Ihr 27-jähriger Sohn versuchte zu ihr zu gelangen und kletterte etwa 40 Meter hinunter, bis er selbst in dem gefährlichen Hang festsaß. Von dort aus alarmierte der 27-Jährige die Bergwacht und die Retter befreiten ihn mit einem Rettungshubschrauber aus seiner misslichen Lage.

Die Leiche der 49-Jährigen konnte wegen der schlechten Sichtverhältnisse erst am Freitagmorgen mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden. Ihr Sohn wird vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Traunstein haben die Ermittlungen übernommen.

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