von Redaktion

„Hilfe, es brennt!“, schnatterte gestern meine Entenfreundin Klara. „Lasst uns Wasser holen und das Feuer löschen!“, quakte sie mir und Ente Agnes zu. „Was sollen wir löschen?“, quakte Agnes. „Ich sehe kein Feuer.“ Klara deutete auf zwei Buben am Ufer: Die beiden waren offenbar einigen Brennnesseln zu nahe gekommen. „Das brennt wie Feuer“, habe der eine gerufen, schnatterte Klara. „Er jammerte fürchterlich. Da wollte ich sofort helfen und löschen!“ Agnes und ich mussten tierisch lachen. „Aber Klara!“, schnatterte sie. „Brennnesseln brennen doch nicht wirklich. Wenn Zweibeiner die Blätter berühren, fühlt es sich für sie nur so an!“ Brennnesseln sind nämlich schlaue Gewächse: Um nicht gefressen zu werden, schützen sie sich – mit besonderen Blättern. Wenn du genau hinschaust, siehst du hauchfeine Härchen darauf. „Das sind die Brennhaare“, erklärte Agnes. „Berührt ein Zweibeiner die Blätter, brechen die Köpfchen dieser Haare ab.“ Dann wird es schmerzhaft. Denn die Härchen bohren sich in die Haut und geben ihren Inhalt ab. Das ist ein Gemisch chemischer Stoffe, zu denen Ameisensäure gehört, die fies brennt. Andere Stoffe lassen die Haut anschwellen und jucken. Man sieht dann dicke, rote Quaddeln. „Dagegen hilft tatsächlich Seewasser“, quakte Agnes. „Das ist nämlich schön frisch – und Kühlen lindert die Beschwerden.“ Eure Paula

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