Die Lufthansa-Passagiermaschine „Hessen“ vom Typ Focke-Wulf Fw 200 stürzte am 21. April 1945 bei Piesenkofen (gehört heute zu Egglkofen im Landkreis Mühldorf) ab. Sie sollte rund 25 Flugbegleiter der Lufthansa von Berlin nach München bringen. Es herrschten schlechte Wetterbedingungen, der Funkkontakt brach ab. Über das Verschwinden der Maschine wurde heftig spekuliert, die Absturzstelle konnte erst gefunden werden, als Augenzeugen berichteten, sie hätten die brennende Fw 200 über Piesenkofen gesehen. Das Flugzeug sei senkrecht in einen Wald gestürzt. Das Wrack brannte noch drei Tage. Man ging davon aus, dass das Triebwerk durch einen Vergaserbrand oder einen Blitzschlag Feuer gefangen hatte und explodiert war.
Bei einem dritten Startversuch nach einem Nachfüllstopp kam eine British-European-Airways-Maschine am 6. Februar 1958 in München-Riem von der Startbahn ab und explodierte. Zunächst ging man von einem Versagen des Piloten aus, doch später fand eine Untersuchungskommission heraus, dass das Flugzeug wegen Schneematschs auf der Startbahn nicht rechtzeitig abheben konnte. Bei dem Unglück kamen 23 Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt. Unter den Todesopfern waren acht Fußballer des englischen Erstligisten Manchester United und ebenso viele Journalisten. Fußball-Legende Bobby Charlton überlebte die Katastrophe und wurde kurz darauf in die englische Nationalmannschaft berufen.
Am 17. Dezember 1960 stürzte ein Transportflugzeug der US-Airforce kurz nach dem Start in Riem in eine S-Bahn. Während des Starts war einer der beiden Kolbenmotoren ausgefallen. Im Niedrigflug streifte das Flugzeug die Spitze des Hauptturms der Paulskirche und stürzte nördlich der Theresienwiese ab. 52 Menschen kamen ums Leben – 20 Insassen des Flugzeugs und 32 Menschen am Boden.
Die Iljuschin Il-18W der tschechoslowakischen Linie CSA stürzte am 28. März 1961 während eines Flugs von Prag nach Conakry (Guinea) in der Nähe von Nürnberg ab. Alle 52 Insassen starben. Deutsche Ermittler vermuteten technische Mängel als Ursache, während Ermittler der Sowjetunion von einem gezielten Raketenangriff ausgingen. Beiweisen konnten sie diese Theorie jedoch nie. Eugen Weigel