Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Lorena Dilz, 18, ist in Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolf-ratshausen) geboren und lebt auch heute noch dort. Sie absolviert eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau und spielt beim BCF Wolfratshausen in der Damen-Fußballmannschaft.
-Frau Dilz, was ist denn Ihr Lieblingsfleckerl in Wolfratshausen?
Die Isar-S-Kurve in den Isarauen. Das ist ein ruhiges und entspanntes Plätzchen und perfekt für eine kleine Abkühlung nach einem Sonnenbad.
-Ein Tipp für Touristen: Was müssen Besucher gesehen haben?
Da kann ich nur empfehlen, sich mal anzuschauen, wie Flöße gebaut werden und dann auf einem mitzufahren. Das ist superspannend. Und die Flöße gehören zu Wolfratshausen nun mal dazu.
-Inwiefern?
Früher war Wolfratshausen ein wichtiger Ausgangspunkt für den Waren- und Holztransport auf der Isar. Von hier wurde allerhand Material zum Beispiel nach München gebracht. Heute kann man Fahrten buchen, was sehr beliebt ist.
-Was mögen Sie denn am meisten an Ihrer Heimat?
Ich denke, die entspannten und supernetten Menschen. Und das Ambiente, wenn man abends am Wasser sitzt.
-Sie spielen Fußball. Ist für junge Menschen denn auch abseits des Rasens etwas geboten?
Ja. Es gibt auch Volleyball-Plätze, Tennis und eine Mehrzweckhalle in Farchet (ein Ortsteil, Anm. der Red.). Nach dem Sport kann man auf ein paar Snacks und Drinks in die Bar „Chili’s Tex-Mex-Bar“ gehen oder man holt sich den besten Döner der Welt am Wolfratshauser Bahnhof.
-Was fehlt Ihrer Meinung nach in Wolfratshausen?
Ganz klare Sache: die Surferwelle.
-Wenn Sie Bürgermeisterin wären, was würden Sie zuerst verändern?
Ich würde die Altstadt wieder attraktiver machen. Sie ist zwar so schön, aber die jüngeren Leute kommen nicht mehr so oft dorthin, weil ihnen nichts geboten wird.
-Heißt konkret?
Ich denke da an Einkaufsläden oder Clubs. Jetzt ist’s dort leider wie ausgestorben. Ich würde den Verkehr umleiten und eine schöne Fußgängerzone mit coolen Geschäften machen. Dem Ganzen halt ein bisschen italienisches Flair geben.
-Wenn Sie Wolfratshausen eine Schulnote geben müssten, welche wäre es?
Note drei. Es ist sehr schön, aber auch ausbaufähig.
Interview: Manuela Schauer
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